In memoriam David Pichler

David ist nicht mehr unter uns. Diese Nachricht traf uns alle. Er hat uns im Alter von 39 Jahren durch einen tragischen Unfall verlassen.

Wir vom Südtiroler Laufverein, aber auch alle anderen Lauffreunde und Menschen, die ihn kannten, werden ihn nie vergessen. Seine langen, großen Schritte - auf dem Radlweg, in Altenburg, im Montigglerwald - wir werden sie vermissen. Bei allen Kilometern, die wir laufen werden, wird er uns in Gedanken nahe sein.

Sein offenes, fröhliches Lachen und seine ruhige, gewinnende Art werden uns fehlen. Seine Selbstdisziplin und sein gesunder Ehrgeiz waren vielen von uns ein Beispiel.

David galt sowohl im Beruf, zu Hause als auch in seiner Tätigkeit im Vereinsleben als äußerst gewissenhafter, fleißiger und verlässlicher Mensch. Als Sportler und Athlet brachte er es zu Spitzenleistungen. Im Yoseikan-Budo wurde er Vizeweltmeister und in den letzten Jahren als Läufer lief er die Marathonstrecke in beachtlichen Zeiten (Bestzeit: 2.43). Nebenbei hielt er mit viel Engagement und Können Kampfsportkurse in den verschiedenen Orten Südtirols ab.Er war besonders für die Jugend ein Vorbild. Er hat sich gerne und mit Einsatz der Jugendarbeit gewidmet. Als Gründungs- und Ausschussmitglied des Südtiroler Laufvereins hat er sich in seiner wohl direkten, kritischen, aber doch immer ehrlichen Art für die Allgemeinheit eingesetzt und oft ausgleichend gewirkt. Seine Geselligkeit und seine Lebensfreude taten uns gut, machten ihn beliebt. Er hat jeden Tag intensiv und bewusst gelebt und erlebt und ließ sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen.

Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gelten besonders seiner Mutter, um die er sich stets mit großer Liebe gekümmert hat und für die er ein großer und notwendiger Rückhalt war. Ebenso seiner Freundin Rosa, mit der er für eine gemeinsame glückliche Zukunft schon alles geplant und vorbereitet hatte. Wir wünschen beiden viel Kraft.

David ist zu früh gegangen. Aber ist das Leben nicht auch wie ein Marathonlauf, mit einem Anfang voller Hoffnungen und einem unsicheren, unvorhersehbaren Ende? Trotzdem - wir sind dankbar für die schöne Zeit, die wir mit David verbringen durften.